Tipps und Regeln zur Datenerstellung
1 Dateiformate
Das PDF Datenformat ist in der grafischen Industrie mittlerweile Standard-Datenformat. Aufgrund der Datensicherheit verarbeiten wir bevorzugt PDF/X3 Dokumente. Zugleich haben Sie aber auch die Option TIFF- oder JPG-Dateien hochzuladen.
Es ist eine Composite Datei im PDF/X3 Format zu liefern. Es wird speziell die Anwendung der Internationalen Norm PDF/X3 (ISO-15930- 3bzw. 15930-6) zur Dateierzeugung und Übernahme empfohlen. Für die Anwendung von PDF/X3 bei Kunden und Dienstleistern wurde im Auftrag von bvdm, Ugra und Ifra ein Software Tool entwickelt, dass eine Druckmedien gerechte Erzeugung, Überprüfung und Verarbeitung erlaubt (PDF/X3 Inspector Freeware, download www.pdfx3.org).
2 ICC-Profile
Das Quellprofil (ECIRGB empfohlen), bei medienneutralen Daten, ist zur Verfügung zu stellen oder bei Standard- ISO-Profilen mit anzugeben.
Die Umwandlung medienneutraler Daten in medienspezifische Daten erfolgt bei uns nach den Papiertypen der Normserie ISO 12647 mit den Standard ISO-Profilen.
3 Anforderungen an eine PDF/X-3 Datei
- Schriften komplett einbetten.
- Sämtliche Bilder müssen ein Bestandteil des PDF Dokumentes sein. Am besten speichern Sie die Bilder als Tif beziehungsweise EPS-Datei.
Achten Sie beim sichern im EPSFormat unbedingt darauf, dass die Einstellungen zur Druckkennlinie und Rasterung deaktiviert sind und die Dateien im richtigen Farbraum vorliegen. - Keine OPI-Kommentare verwenden.
- Die Trim-Box gibt das beschnittene Seitenformat an. Diese sollten Sie auf jeden Fall definieren.
- Generell keine Kommentare und Formularfelder verwenden.
- Überdruckenmodus: In Acrobat über die Menüleiste „Datei“, „Dokumenteneigenschaften“ die Angabe machen, ob das Dokument entsprechende Informationen enthält. Die Angabe „unbestimmt“ ist unzulässig.
- PDF/X3 Dateien dürfen in keinster Weise geschützt sein.
- Zielprofil angeben, das Informationen zum geplanten Druckverfahren, zum verwendeten Papier und Ähnlichem enthält (Papierklassen nach ISO 12647).
- alle Farben richtig definieren, nicht verwendete Farben löschen.
4 Überfüllungen / Trapping
Je nach angegebenem Überfüllungsschlüssel in der PDF/X Datei, wird Trapping von uns automatisiert angewendet.
Ist der Überfüllungsschlüssel „Ja“ gewählt, werden die Daten von uns nicht getrappt, bei „nein“, werden geeignete Unter- bzw. Überfüllung automatisch vorgenommen.
Das normale Trapping Ausmaß richtet sich nach den Passertoleranzen des jeweils zutreffenden Teils der Normserie ISO 12647.
5 Druckkontrolle
In unserem Betrieb werden die Druckbogen während der gesamten Auflage mithilfe von Prinect Image Control spektral ausgewertet und nach Farbsollwerten entsprechend der geltenden Toleranzen der deutschen Druckindustrie gesteuert.
6 Rasterweiten / Rasterpunktform
Bogenoffset: Standard 80 l/cm, IS Classic.
Rollenoffset: Standard 60 l/cm, IS Classic.
Rasterwinkel:
Cyan 165°,
Magenta 45°,
Yellow 0°,
Black 105°,
anders vorgegebene Rasterwinkel werden von uns in unsere Standard Winkel geändert.
7 Die spektrale Farbmessung
Prinect Image Control ist ein Farbmess- System zur Qualitätskontrolle außerhalb der Druckmaschine.
Es ist derzeit das einzige System, mit dem das gesamte Druckbild spektralfotometrisch gemessen werden kann.
Bei der digitalen Bogenmontage werden verschiedene Messfelder auf den Druckbogen platziert, die Image Control bekannt sind.
Anhand der Sollfärbungen des Prozess- Standard-Offsetdrucks sind die Nass-Lab-Werte der Volltonfarben in Image Control hinterlegt.
Nach der Messung des Druckbogens werden die gemessenen Lab-Werte mit den Ziel Lab-Werten verglichen und eine Korrektur errechnet, diese kann der Drucker an seine Maschine übertragen und per automatischer Steuerung die Farbzonen verstellen. Bei der Produktion wird in regelmäßigen Abständen gemessen und nachgesteuert, um die Druckprozess bedingten Veränderungen auszugleichen und so ein gleichmäßiges Druckergebnis sicher zu stellen.
8 Die Wahl des Layoutprogramms
Zur Erstellung von Druckdaten für den Offsetdruck sollten Sie generell nur die dafür ausgelegten Programme, wie z.B. InDesign, QuarkXPress oder Illustrator verwenden. Die Erstellung der Daten in Office Programmen führt häufig zu Problemen, bei Farben und Auflösungen; diese sollten deshalb zur Gestaltung von Druckerzeugnissen nicht verwendet werden.
9 Zum Aufbau der Dokumente
Die Dokumentengröße muss im Endformat + rundherum 3mm Beschnitt angelegt werden.
Der Beschnitt ist für spätere Schneidarbeiten in der Produktion notwendig; dass heißt Motive die am Rand platziert sind müssen diesen um 3 mm überlappen, dürfen aber in diesem Bereich keine relevanten Inhalte haben, da diese Bereiche später abgeschnitten werden.
10 Was noch in die PDF-Dateien gehört
Für eine standgenaue Produktion Ihrer Daten empfehlen wir, Schneidzeichen mit in das PDF zu platzieren. Sollte dies aus technischen Gründen nicht möglich sein, müssen die Seiten im Dokument zentriert in das PDF platziert werden. Eine genaue Standkontrolle ist ohne Schneidzeichnen nicht möglich. Die Schneidzeichen sollten mind. 3 mm vom Endformat entfernt sein. Für den Offsetdruck darf die Linienstärke nicht kleiner als 0,1 pt gewählt werden, wenn diese 1 farbig angelegt sind. Mehrfarbig angelegte Linien sollten mindestens mit 0,2 mm erstellt werden. Ähnliches gilt für Schriftengrößen, generell empfehlen wir keine Schriftgrößen unter 5 pt. Unter Umständen ist allerdings auch eine größere Schrift zu wählen, wenn die Schrift negativ oder mehrfarbig angelegt ist, oder diese sehr feine Strichstärken hat. Im 4-farbigen Offsetdruck wird mit den Farben Schwarz, Cyan, Magenta und Yellow gedruckt und so jede Farbe im Zusammendruck simuliert. Sie sollten Ihre Druckdaten ausschließlich im CMYK Farbmodus an uns senden, um Farbabweichungen, durch die sonst nötige Farbraumanpassungen zu vermeiden. Sonderfarben werden in unserem Workflow gemäß dem Standard durch die entsprechend angelegten CMYK-Werte umgerechnet.
11 Tranzparenzen
Transparenzen wie man Sie beim Gestalten von Druckprodukten kennt, z.B. weiche Schatten, müssen vor der Datenübergabe reduziert werden. Sie sollten dies mit einer möglichst hohen Auflösung machen, um stufige Schriften oder Zeichen zu vermeiden. Um sicherzustellen, dass Ihre Daten keine Transparenzen enthalten, können Sie diese als PDF Version 1.3 abspeichern oder im Adobe Acrobat, ab Version 7, unter dem Menü Werkzeuge-Druckproduktion-Tranzparenzreduzierung reduzieren.
12 Schriften
Schriften müssen vollständig oder als Untergruppe in das PDF eingebettet sein, ist dies nicht der Fall, kann es dazu führen, dass Schriften automatisch ersetzt werden oder anders umbrechen.
Sie können das korrekte Einbetten der Schriften ins PDF, in Adobe Acrobat unter „Datei-Dokumenteigenschaften Schriften“ sehr einfach prüfen.
Bei der Verwendung von Bildern sollten Sie auf eine ausreichende Auflösungen achten.
Wir empfehlen für Farbbilder eine Auflösung von 300 dpi, für Graustufen 600 dpi und Bitmap 1200 dpi.
Bei geringeren Auflösungen kann es schnell zur sogenannten Stufenbildung kommen.
13 Virenfreiheit
Prüfen Sie Ihre Daten vor der Übersendung auf Virenfreiheit, sollten Ihre Daten Viren enthalten, werden diese sofort gelöscht, sollte uns dennoch ein Schaden entstehen, wird Ihnen dieser in Rechnung gestellt.
14 Flyer
Die Dokumentengröße muss im Endformat angelegt werden, also z.B. 21 x 29,7 cm (zzgl. Beschnitt) für DIN A4 Hochformat Produktionen.
15 Falzflyer
Die Dokumentengröße muss im offenen Endformat angelegt werden, z.B. 29,7 x 21,0 cm für DIN Lang Wickelfalzflyer.
Achten Sie beim Gestalten Ihrer Produkte darauf, wie Ihr gedrucktes Produkt gefalzt werden soll, es müssen für die verschiedenen Falzarten Einkürzungen berücksichtigt werden.
Bei Falzflyern mit Zickzackfalzung sollten alle Seiten gleich groß angelegt sein, z.B. 3 x 10,0 x 21,0 cm für DIN Lang Zickzackfalzflyer. Beim 6 Seiten Wickelfalzflyer wird immer die innerste Seite um 3 mm eingekürzt.
Beim 8 Seiten Wickfalzflyer werden alle inneren Seiten um 3 mm eingekürzt. (10,0 x 10,0 x 9,7 x 9,4 cm).
16 Retailflyer
Beim Erstellen von Dateien für die Retailflyer-Fertigung müssen die Inhaltseiten als Einzelseiten generiert werden. Ihre PDF-Daten müssen in der richtigen Reihenfolge erstellt sein, d.h. Titelseite, 2, 3,..., 7, Rückseite. Falls Vakatseiten im Produkt sind, müssen diese in der PDF an den richtigen Stellen enthalten sein.
17 Broschüre mit Rückendrahtheftung
Beim Erstellen von Dokumenten für eine Broschüre mit einer Rückendrahtheftung, müssen die Seiten als Einzelseiten generiert werden. Ihre PDF-Daten müssen in der richtigen Reihenfolge erstellt sein, d.h. Titelseite, 2, 3,..., 7, Rückseite. Falls Vakatseiten im Produkt sind, müssen diese in der PDF an den richtigen Stellen enthalten sein.
18 Broschüre mit Klebebindung
Beim Erstellen von Dokumenten für die Broschürenfertigung, müssen die Inhaltsseiten als Einzelseiten generiert werden. Der Umschlag muss als Ganzes angelegt werden: Rückseite (U4), Rücken und Titelseite (U1); für die Innenseiten des Umschlags gilt das Gleiche. Der Rücken sollte innen weiß sein. Die jeweils für Ihren Seitenumfang richtige Rückenstärke entnehmen Sie der Produktbeschreibung. Bei klebegebundenen Broschüren müssen Seite 1 und 2 Umschlagseiten sein, nachfolgend die Inhaltsseiten in der richtigen Reihenfolge.
19 Poster
Die Dokumentengröße muss im Endformat angelegt werden, also z.B. 59,4 x 84,1 cm (immer zzgl. Beschnitt) für DIN A1- Produktionen.
20 Visitenkarten
Die Dokumentengröße muss im Endformat angelegt werden: 8,5 x 5,5 cm (zzgl. Beschnitt). 21_Briefpapier Die Dokumentengröße muss im Endformat angelegt werden, also 21,0 x 29,7 cm (zzgl. Beschnitt).
22 Allgemeines
Bei der Gestaltung Ihrer Produkte sollten Sie eine Mindestbeschnittzugabe von 3 mm berücksichtigen, diese ist für spätere Schneidarbeiten in der Produktion notwendig, dass heißt Motive die am Rand platziert sind müssen diesen um 3 mm überlappen, dürfen aber in diesem Bereich keine relevanten Inhalte haben, da diese Bereiche später abgeschnitten werden.
23 Briefhüllen
Für alle Briefhüllen gilt im Allgemeinen: Im oberen Teil der Briefhülle dürfen sich aus produktionstechnischen Gründen keine Elemente (Bilder, Grafiken, Text, etc.) befinden. Wichtige Texte und Bilder sollten wegen Schneidtoleranzen mind. 3 mm vom Endformat entfernt angelegt werden. Farbiger Hintergrund sowie eventuelle Bilder müssen 2 mm größer als das Endformat sein.


24 DIN Formate
Bei der Formatierung von Drucksachen empfiehlt es sich, die DIN-Formate einzuhalten, denn die ganze Druckindustrie ist darauf abgestimmt. Der DIN-A-Reihe liegt das Bogenformat DIN A0 zugrunde. Ein DIN-A0-Bogen ist 84,1 x 118,9 cm groß, seine Fläche beträgt genau einen Quadratmeter.
A-Reihe: Für Bogen- und Blattformate
0 |
84,1 |
x |
118,9 |
cm |
1 |
59,4 |
x |
84,1 |
cm |
2 |
42,0 |
x |
59,4 |
cm |
3 |
29,7 |
x |
42,0 |
cm |
4 |
21,0 |
x |
29,7 |
cm |
5 |
14,8 |
x |
21,0 |
cm |
6 |
10,5 |
x |
14,8 |
cm |
7 |
7,4 |
x |
10,5 |
cm |
B-Reihe: Für Zusatzformate
0 |
100 |
x |
141,4 |
cm |
1 |
707 |
x |
100 |
cm |
2 |
500 |
x |
707 |
cm |
3 |
353 |
x |
500 |
cm |
4 |
250 |
x |
353 |
cm |
5 |
176 |
x |
250 |
cm |
6 |
125 |
x |
176 |
cm |
7 |
88 |
x |
125 |
cm |
C-Reihe: Für Hüllen- und Mappenformate
0 |
91,7 |
x |
129,7 |
cm |
1 |
648 |
x |
917 |
cm |
2 |
458 |
x |
648 |
cm |
3 |
324 |
x |
458 |
cm |
4 |
229 |
x |
324 |
cm |
5 |
162 |
x |
229 |
cm |
6 |
114 |
x |
162 |
cm |
7 |
81 |
x |
114 |
cm |

Sonderformate
DIN-Lang: 10 x 21 cm
Visitenkarten: 8,5 x 5,5 cm




